Besserer Schutz für Kinder im Netz – Initiative in Großbritannien

Von netzpolitik.org (Auszug aus dem Artikel):

In Großbritannien setzt sich die Arbeitsgruppe „Growing Up Digital“ für verständlichere Nutzungsbedingungen und bessere Kinderrechte im Netz ein.
Nutzungsbedingungen sind lang und schwer verständlich. Zum Glück beginnen sich Forderungen nach einer Vereinfachung zu regen.
Die Arbeitsgruppe „Growing Up Digital“ setzt sich für einen besseren Schutz von Kindern im Umgang mit dem Internet ein. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sprachen ihre Besorgnis über die mangelhafte Medienbildung bei jungen Heranwachsenden aus. Anlass dazu sind die steigenden Zahlen junger Nutzer in sozialen Netzwerken, welche nicht ausreichend über ihre Rechte informiert sind.

Die in Großbritannien ansässige Arbeitsgruppe kritisiert, dass Kindern zu wenig über die sozialen Elemente des digitalen Lebens beigebracht werde. Dazu gehörten zum Beispiel Fähigkeiten, wie digitale Inhalte infrage stellen zu können oder den richtigen Umgang mit dem eigenen Internetkonsum zu lernen. So sei vielen nicht klar, dass

  • sie auf ihre Privatsphäre verzichten,
  • Apps sie verfolgen können, auch wenn diese nicht aktiv laufen,
  • ihre persönlichen Daten ver- und gekauft werden,
  • Nutzungsbedingungen sich ohne ihr Wissen ändern können,
  • Anbieter den Account nach freiem Gutdünken deaktivieren können.

Fünf geforderte Rechte

Um Jugendliche besser zu schützen und deren Rechte zu wahren, schließt sich Growing Up Digital den fünf Forderungen der 5rights-Initiative an. Sie umfassen:

  • Das Recht auf Entfernen: Fähig sein, seine Onlineinhalte zu betreuen, indem man in der Lage ist, diese zu entfernen.
  • Das Recht auf Wissen: Zu wissen, wer, warum und wozu jemand Zugriff auf persönliche Daten hat.
  • Das Recht auf Sicherheit und Unterstützung: Wissen, an wen man sich wenden kann, wenn man auf besorgniserregende Inhalte stößt.
  • Das Recht auf informierte und bewusste Benutzung: Bewusstsein über die Faszination des Internets besitzen und dennoch fähig sein, es auszuschalten.
  • Das Recht auf digitale Bildung: Den Zweck und die Absichten hinter den Technologien zu verstehen, ein kritisches Verständnis zu haben und digital auch kreativ zu werden.

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